
Habe Vertrauen.
Lernen unter Druck – geht. Geht aber schlecht. Anspannung, Sorgen oder Angst unterdrücken die Fähigkeit, kreativ auch anspruchsvollere Aufgaben zu lösen.
Auch unausgesprochene Sorgen oder Enttäuschungen erzeugen unbewusst Druck. Lass nicht zu, dass Ängste, Ungeduld, Anspannung oder Verzweiflung zwischen dir und deinem Kind stehen. Oder zwischen deinem Kind und seinem Lernerfolg. Weg mit den Sorgen. So weit es geht zumindest. Weg mit dem Druck. Und her mit Vertrauen!
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Vertrauen in dein Kind. Es hat schon so viel gelernt in seinem jungen Leben. Überleg nur mal, was sich alles geändert hat, seit dein Kind frisch geschlüpft in deinem Arm lag. Was es heute alles kann und weiß.
Der Rückblick ist dir zu weit? Dann denk nur an das letzte Schuljahr. Viele Themen, die anfangs schwierig schienen, bereiten deinem Kind heute kaum noch Probleme.
Habe Vertrauen in seine Entwicklung. „Es ist nur eine Phase.“ Du kennst diesen Spruch? Er ist in aller Regel so, so wahr! Manche Kinder lernen gewisse Dinge schneller als dein Kind. Und andere Dinge langsamer. Dein Kind hat nur eine begrenzte Kraft und Aufmerksamkeit. Niemand kann in allem superflott sein. Meistens gibt es Phasen, in denen dein Kind in einem bestimmten Bereich einen Sprung macht und woanders stagniert die Entwicklung. Vielleicht liegt der natürliche Fokus deines Kindes einfach gerade auf dem Thema Geschichte (Indianer, Römer, Wikinger,...) oder im motorischen Bereich (reiten, Fußball spielen, Ballett,...). Und in Mathe steht es irgendwie auf dem Schlauch. Doch irgendwann macht es *klick* und die Rechenregel hinter dem 1x1 ist verstanden.
Es gibt sogenannte sensible Phasen in der Entwicklung eines Kindes. Das haben Psychologen längst bestätigt. Die Montessori-Pädagogik bspw. berücksichtigt diese wichtige Erkenntnis.
Du hast natürlich Recht: Leider hat Individualität an Regelschulen aktuell wenig Raum. Die sensiblen Phasen und das unterschiedliche Lerntempo finden nur bedingt Platz im Schulalltag.
Umso wichtiger, dass du zu Hause entspannt bleibst. Wachsam und gleichzeitig voller Vertrauen.
Das wird dein Kind spüren. Und: auf einmal besser lernen. Denn wer sich sicher und geborgen fühlt – unabhängig von guten Noten -, ist neugierig und lernbereit.



























